Jesus – Mitte der Christenheit
Jeweils vom 18.-25. Januar begehen wir die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Am 25. Januar ist das Fest der Bekehrung des Apostels Paulus. Schon dieser Umstand macht deutlich, dass die Hinkehr zu Jesus Christus das wichtigste Element auf dem Weg zur Einheit aller Christen ist.
Die Einheit der Christen ist nicht einfach ein frommer Wunsch oder eine schöne Utopie. Es ist ein ureigenes Anliegen von Jesus Christus selber – und damit ein Auftrag an alle christlichen Kirchen und Gemeinschaften. Denn die vielfältige Trennung und Zerrissenheit der Christenheit ist ein Skandal und schwächt das Zeugnis der Christen für Jesus Christus erheblich.
Positiv formuliert: Eine geeinte Christenheit wäre ein starkes Zeugnis gegenüber der ganzen übrigen Menschheit – und eine Freude aller Christen unter sich. Eine geeinte Christenheit, die miteinander aus der Liebe Gottes lebt, die sich für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einsetzt und die die Glaubensfreiheit und das Wohl aller Menschen als Ziele hat, könnte wahrlich ein Segen für die Menschheit sein. Sie wäre ein globaler Player und ein Gegengewicht gegen rücksichtslose Autokraten.
Eine geeinte Christenheit beginnt nicht, wenn sich alle Christen in einer einheitlichen Kirchenstruktur gefunden haben, sondern wenn sich möglichst viele Christinnen und Christen aufrichtig dem auferstandenen Jesus Christus zuwenden. Ein grosser Schritt dazu ist das gemeinsame Beten in der Gebetswoche für die Einheit der Christen.
Pius Troxler, Pastoralraumpfarrer