«Segen bringen – Segen sein»
2026. Wieder bricht ein neues Jahr an. Viele Menschen nehmen dies zum Anlass, sich sogenannte «Vorsätze fürs neue Jahr» zu überlegen. Verbunden mit Fragen wie «Was ist mir im letzten Jahr nicht gelungen?» und «Was möchte ich in diesem Jahr neu angehen?» werden so zum Beispiel neue Abos im Fitnessstudio abgeschlossen, ein neuer Sparplan für die Urlaubskasse entsteht und vieles mehr. Sicherlich ist es gut, immer wieder über seine Gewohnheiten nachzudenken und auch mal nachzuspüren, wo man vielleicht nicht zufrieden ist und was man ändern möchte. Ich möchte Sie einladen, auch über den eigenen Wohlfühlfaktor hinaus, das neue Jahr zum Anlass zu nehmen, um über das Wohl anderer nachzudenken und welche Rolle dabei die eigene Person spielen kann. So könnten die Fragen zum Beispiel auch lauten: «Wie viel Zeit schenke ich meinen engsten Mitmenschen?», «Wie viel verzichte ich vielleicht auch mal auf mein eigenes Wohl, um anderen zu helfen?» In diesen Tagen werden uns dabei die Sternsinger zum Vorbild. Sie setzen sich für Kinder weltweit ein, die von Kinderarbeit betroffen sind, gemäss dem Motto «Segen bringen – Segen sein». In ihrer Verkleidung als die drei Weisen aus dem Morgenland, bringen sie optisch etwas zum Ausdruck, was wir Christen in jeder guten Tat bewusst spüren und praktizieren dürfen: Sie brachten Geschenke zum neugeborenen Jesuskind und gingen dabei noch reicher beschenkt von ihm hinaus in die Welt zu den Menschen, beschenkt von Glaube, Hoffnung und Liebe. Möge uns dieses Bild eine Inspiration für unsere neuen Vorsätze sein: «Wo, wann und wie kann ich anderen Menschen den Glauben, die Hoffnung und die Liebe Jesu Christi weiterschenken?»
Diana Schneider, Theologin